Archive for the ‘Medien’ Category:
23 Aug
Thema: Fragwürdiges Sponsoring – Die Zigarettenindustrie unterstützt großzügig die Volksparteien
Wann? Montag, 24. August 2009 – 21:45 Uhr
Wo? ARD – Erstes Deutsches Fernsehen
[EDIT]
Wer gestern den Beitrag verpasst hat, kann sich den Sendebeitrag von Report Mainz per Vodcast im Nachhinein anschauen: Fragwürdes Sponsoring Und als Besonderes Gimmick gibt es das Autorengespräch noch dazu: Autorengespräch
08 Feb
Berliner Kinderhilfswerk fordert mehr Nichtraucherschutz. So heißt es in der offiziellen Presseverlautbarung und klingt sich so direkt in die Rauchverbotsdiskussion in Hamburg ein: „Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Hamburger Bürgerschaft auf, den Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche in Hamburg umgehend zu verbessern. „Das Passivraucherschutzgesetz in Hamburg verstößt gegen die Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention“ betont Thoams Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.“ Bei den Ad Hoch News, die eine Meldung vom Nachrichtendienst ddp aufgriffen, war zu lesen: „Zudem sei eine ernsthafte Auseinandersetzung mit einem Rauchverbot in Autos und Wohnungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen notwendig.“
Eine vom Deutschen Kinderhilfswerk vor kurzem vorgelegte bundesweite Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Nichtraucherschutzgesetze in Deutschland gegen die UN-Kinderrechtskonvention verstoßen.
08 Feb
Im Interview mit Merkur-Online äußert sich Georg Schmid, Chef der CSU-Landtagsfraktion, und gibt auch Fhler zu. Weiter geht es im Beitrag um Seehofer, Politik, Fehler und neue Wege. Hier das Interview.
08 Feb
NDR-Online steigt in das Thema so ein: „Als erstes Bundesland könnte Hamburg das Rauchen in Kneipen und Restaurants komplett verbieten. In einer Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss sprachen sich am Donnerstagabend Vertreter aller vier Bürgerschaftsfraktionen für ein absolutes Rauchverbot aus.“
Das Hamburgerabendblatt hofft auf den „Sieg der Vernunft“ und meint: „Zu verlockend schien die Vorstellung, es mit zahlreichen Ausnahmen möglichst allen recht zu machen. Zum Glück haben die Hamburger erkannt, dass ebendiese Ausnahmen das Problem sind. Rechtssicherheit gibt es nur durch ein konsequentes Verbot. Damit sind nicht alle Politiker glücklich. Am Ende siegt anscheinend aber doch die Vernunft.“ Weiter heißt es: „CDU und GAL halten es für realistisch, ein neues Nichtraucherschutzgesetz „noch bis zum Sommer“ zu verabschieden. “
Die Hamburger taz indes glaubt an einen Wendepunkt: „Dass der Gesundheitsausschuss geschlossen den Aussagen von Dehoga und Handelskammer widerspricht, ist womöglich ein Wendepunkt in der leidigen Diskussion um das Rauchverbot.“ Den Trend für eine Entscheidung pro konsequentes Rauchverbot, setzten womöglich die Gegner selbst: „Kneipenwirte und Handelskammer wollten vor dem Gesundheitsausschuss der Bürgerschaft für die Rauchfreiheit werben. Nun sind sogar Befürworter von Eckkneipen für ein totales Verbot“.
In der Anhörungen müssen die Argumente der Befürworter eines Rauchverbots besser gewesen sein, denn auch im Spiegel steht: Es sei nach der Anhörung im Ausschuss zu vernehmen gewesen, das Beteiligte, auch früher Gegner, für ein absolutes Rauchverbot zu plädieren.
Auch die Bild spiegelt die Diskussion und lässt Wirte wie Politiker zu diesem Thema zu Wort kommen. Wobei mehr Gegner das Wort erhielten. Dabei auch Tine Wittler, bekannt aus der TV-Sendung „Einsatz in 4 Wänden“, selbst auch Kneipenbesitzerin und Vereinsvorstand. Ihrer Meinung nach, sei es eine persönliche Entscheidung, ob geraucht würde oder nicht. Sie kämpft daher weiter an der Front der Pro Raucher und Ausnahmen Fraktion. Dem entgegen bringt das Hamburger Abendblatt einen ganz anderen Stimmungsbarometer. Die Grünen haben indes ihre Stimmen pro Rauchverbot bereits abgegeben.
06 Jan
Wie der Spiegel berichtet, haben US-Forscher festgestellt, dass auch Rauchreste in Kleidung von Rauchern gefährlich sind – während des Rauchens bilden sich mehr als 5000 Substanzen, dabei sind viele der chemischen Reaktionsprodukte äußerst schädlich. Davon sind, nach Angaben des DKFZ, 90 als hochgradig krebserregend ein zu stufen. Die US-Forscher nennen diesen „Rauchabfälle“ Third Hand Smoke. Nach Auffassung der Wissenschaftler müsse sich dieser Begriff in der Gesellschaft durchsetzen, so dass jedem bewusst ist, dass auch diese Rückstände schädlich sind.
Aber hier mehr: www. spiegel.de – Mediziner warnen vor miefender Raucher-Kleidung
12 Nov
Der Schweizer Tages Anzeiger berichtet über ein neues Produkt von British American Tobacco (BAT), mit dem junge Raucher als Zielgruppe angepeilt werden. Da junge Menschen bekanntlich wenig Geld haben, sind die Zigaretten deutlich günstiger und sollen zudem einen Umwelt-Effekt haben – die bisher genutzte Aluminium-Innenverpackung wurde durch ein biologisch und schnell abbaubares Papier ersetzt. Damit will sich die neu im Markt platzierte „Marke“ gegen bisherige Marken durchsetzen und gleichzeitig auch Umweltbewusste anvisieren. Dies ist bereits die zweite Marke, die nach einem ersten Launch einer Billig-Marke von BAT auf den Markt gebracht wird.
Die Schweizer Gesundheitsbeauftragten aus der Politik sehen die Entwicklung mit Bedenken: „Ein hoher Zigaretten-Preis ist besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein starker Präventionsfaktor. Dieser wird nun ein weiteres Mal unterlaufen“, sagt eine BAG-Sprecherin dem Tages Anzeiger.
Gegen Vorwürfe, die neue Zigarettenmarke und die damit einher gehende Kampagne sei explizit an Jugendliche gerichtet, wehrt sich BAT. „Parisienne Kompost ist überraschend und unkonventionell. Das sind urschweizerische Werte, mit denen wir die Konsumenten darauf aufmerksam machen wollen, dass wir uns für den Umweltschutz engagieren“, äußert sich BAT-Sprecherin Audrey Guibat gegenüber dem Tages Anzeiger.
28 Okt

Liquid Smoking - Screenshot
Wer wirklich nicht auf die Zigarette zwischendurch, davor oder danach, verzichten will, hat jetzt die Möglichkeit diese in flüssiger Form zu sich zu nehmen. Wer könnte es erfunden haben? Die „United Drinks and Beauty Corporation“. Näheres zum Produkt und zur Firma ist über deren Produkt-Website leider nicht zu erfahren.
Das Besondere ist ein afrikanisches Kräuterextrakt, das ähnliche Wirkungen wie Nikotin haben soll, aber bei dem die negativen Nachwirkungen ausbleiben.
Den Briten gefällt es, laut Medienberichten, auf ein Schlückchen Zigarette zu gehen. In allen Gazetten wird bisweilen über das neue Produkt berichtet, auch im weiteren Ausland.
An sich eine gute Sache, der Winter ist dann wohl für alle Raucher gerettet – müssen nur pro Dose knapp 4 Euro bezahlt werden. Ein noch teureres Vergnügen als das Rauchen selbst. Aber besser als andere voll zu rauchen und Ihnen den Abend zu verderben.
Ob das Produkt hält was es verspricht, ist nicht wirklich klar, da man sich als Verbraucher auf das Wort des Herstellers verlassen muss. Regelungen für Zigaretten-Ersatz-Produkte gibt es bislang keine. Berücksichtigt werden sollte zusätzlich der nicht so gute Umweltaspekt: Das Getränk wird in Dosen verkauft.
Medienberichterstattung:
- Schweiz: Eine Zigi zum Trinken, 20 Minuten
- Österreich: Briten gehen ab jetzt zu einem Schlückerl Zigarette, Krone.at
- Indien: Itching for a smoke? Try Liquid Smoking!, Sify.com
- Großbritannien: ‚Liquid cigarettes‘ to be launched, Independent.co.uk
- Großbritannien: Pour yourself a cigarette: The new ‚Liquid Smoking‘ drink that promises an instant high for smokers trying to beat the ban, DailyMail Online
- Indien: New cigarette drink to beat smoking ba, dnaindia.com
- Großbritannien: Nicotine drink‘ for smokers, The Sun
- Großbritannien: Liquid Smoking drink ‚will recreate cigarette sensation‘, The Guardian
- Australien: It’s a cigarette you can drink, news.com.au
- Großbritannien: Cigarette drink aims to beat smoking ban, Daily Telegraph
- Türkei: Tiryakilerin yeni gözdesi ‚sıvı sigara‘, Star Gazete
- Norwegen: Drikk en sigarett, DinSide
- Russland: Жидкое курево,Страна.Ru
- Japan: ホントに無害?タバコ代用ドリンク、発売へ, JapanJournals.com
- Dänemark: Tilladt inden døre: Drik dig en smøg, Ekstra Bladet
27 Okt
Die Zeitung des Bundestages führte ein Interview mit dem Präsidenten der deutschen Krebsgesellschaft Hohenberger. Im Interview fordert Hohenberger ein strikes Rauchverbot. In der Vorabmeldung steht, dass sich „Hohenberger sich für ein striktes Rauchverbot ausspricht, um das Lungenkrebs-Risiko zu senken. „Spricht man ein Rauchverbot aus, ist das für Einzelne zwar misslich, aber es ist der Ansatz, um Lungenkrebs zu mindern. Während der Pathologe Rudolf Virchow im Jahr 1875 die Krebsart noch als Rarität beschrieben habe, sei danach der Tabakkonsum gestiegen und der Lungekrebs lange Zeit „Killer Nummer eins“ gewesen. Das Bewusstsein in der Bevölkerung müsse weiter geschärft werden. „Mittlerweile kann jeder wissen, dass Rauchen, Alkoholkonsum und Gewichtszunahme Faktoren sind, die die Häufigkeit von Krebs beeinflussen“, sagt Hohenberger.“
Im Interview geht wird Hohenberg natürlich des Weiteren auch zur Entwicklung der Krebsforschung in Deutschland und Europa gefragt.
Quelle: Deutscher Bundestag/DAS PARLAMENT
25 Okt
Auszug aus der Pressemeldung der Kammer: „Angesichts der bevorstehenden Klage eines Wiener Szene-Gastronomen gegen das Tabakgesetz appelliert ÖÄK-Präsident Walter Dorner an österreichische Lokalbesitzer, freiwillig ein generelles Rauchverbot einzuführen. Mehrere hundert Betriebe seien ohnehin schon in Österreich komplett rauchfrei und hätten bewiesen, „dass sich mit diesem Atout hervorragend leben und werben lässt“, berichtet Dorner. Im Übrigen sei zu erwarten, dass sich die EU-Gesundheitskommissarin auch weiterhin für ein europaweites generelles Rauchverbot engagiere. „Darauf sollten sich kluge Gastronomen proaktiv einstellen und sich nicht auf teure Gerichtsverfahren einlassen“, rät Dorner.“

18 Okt
Die Freizeitfreunde.de, betrieben durch die Burda Social Brands GmbH, stellt die Frage in den Raum, ob nach aktuellen Benimmregeln, das Rauchen in der Öffentlichkeit noch schicklich ist. Bisher sind die Meinung geteilt, einige meinen, es sei unschicklicher mit Bierflasche rum zu laufen als die Fluppe im Mundwinkel zu tragen. Damit hat das Freizeitportal eine interessante Diskussion ausgelöst. Wer sich beteiligen möchte, kann hier klicken: Ist Rauchen auf der Straße noch salonfähig?
Oder erörtnern Sie die Frage auch bei uns! Schreiben Sie uns, kommentieren Sie und sagen Sie uns: was halten Sie von einer solchen Diskussion?
Ist das überhaupt durchführbar? Rauchende müssen doch vor die Tür, da in Restaurants Rauchverbot herrscht – wie sollte das gelöst werden, wenn es nach Benimmregeln eigentlich unschicklich ist auf der Strasse zu rauchen?