Frühchen von Raucherinnen teuer für Volkswirtschaft
Dass das Rauchen während der Schwangerschaft zu schwerwiegenden Folgen bei der Entwicklung des Kindes führen kann, ist bekannt. Die Durchblutung der Kinder wird gestört, die bekommen zu wenig Nahrung und Sauerstoff. Einige Kinder kommen als Frühchen zur Welt.
Wie Mediziner und Volkswirte nun berechnet haben, müssen in Deutschland jährlich 43 Millionen Euro zusätzlich für die klinische Betreuung zu früh geborener Babys aufgewendet werden, weil deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben. Für die Studie haben Forscher der Universitäten Greifswald, Oxford, Erlangen-Nürnberg und der Technischen Universität München 1,8 Millionen Datensätze der bundesweit einheitlichen Perinatalerhebung der Jahre 1995 bis 1997 ausgewertet. Von 699134 schwangeren Frauen haben erschreckende 177511 auch während der Schwangerschaft geraucht. Auf das Rauchen in der Schwangerschaft ließen sich 7189 bedingte Frühgeburten nachweisen. Weitere Folgen des Rauchens in der Schwangerschaft, welche die Gesundheit des Kindes beeinträchtigen, sind in der Kostenanalyse nicht berücksichtigt. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass selbst bei Müttern, die „nur“ sechs Zigaretten pro Tag rauchen, das Risiko einer Frühgeburt um neun Prozent steigt. Raucherinnen, die ihren Kinder mehr als 15 Zigaretten antun, erhöhen das Risiko um 58 Prozent.
Ähnliche Kostenanalysen aus den USA sind auf Deutschland nur schwer übertragbar.
Via: WELT ONLINE
Auch andere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die volkswirtschaftlichen Kosten des Rauchens höher höher liegen als die Einnahmen des Staates durch die Tabaksteuer.
