Rauchverbote in Deutschland führen nicht zu Betriebsaufgaben und langfristigen Umsatzeinbußen

on April 28, 2010

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung hat die Umsätze deutscher Kneipen und Restaurants nach der Einführung von Rauchverboten untersucht. Demnach haben die zwischen August 2007 und Juli 2008 eingeführten Rauchverbote im Gastgewerbe der einzelnen Bundesländern zwar zunächst zu einem durchschnittlichen Umsatzrückgang um rund zwei Prozent geführt. Mit der Zeit haben sich die Einbußen allerdings abgeschwächt. Vermehrten Betriebsaufgaben konnten nicht gefunden werden.

Zwar kommt diese Studie nicht zu dem Ergebnis anderer Länder, in denen der positive Einfluss von Rauchverboten auf den Umsatz nachgewiesen wurde. (Z. B. in Neuseeland, Schweden und der Schweiz) Die von der Tabakindustrie und den Brauereiverbänden beschworenen Kneipensterben gibt es aber auch in Deutschland nicht. Wenn die Wirte auf Untergangsstimmung verzichten und ihre Kunden nicht dazu ermuntern würden, wegen des Rauchverbots zu Hause zu bleiben, könnten die Wirte wohl auch in Deutschland mit steigenden Umsätzen rechnen.

Via: RWI Essen

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