Tabakblog

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15 Jun

Experte der Tabakindustrie negiert Gefahr des Passivrauchens


Vor dem Verfassungsgericht wurden viele Meinungen angehört und alle Seiten betrachtet. Auch die Seite der Tabakindustrie. Diese negierte die Gefährlichkeit des Passivrauchens, in dem sie durch den Toxikologen Gerhard Scherer verkünden ließ, „Passivrauchen sei praktisch nicht schädlich“.

Dass Scherer schon seit mehr als 20 Jahren für den früheren VdC (Verband der Cigarettenindustrie) forscht und immer wieder beweisen will, dass Rauchen keine Gefahr darstellt, das geben interne Papiere der Tabakindustrie wieder. In ihnen ist zu lesen, dass Scherer einen wesentlichen Teil zur Akzeptanz des Rauchens beitragen sollte.

Christina Berndt, Redakteurin der Süddeutschen Zeitung im Ressort Panorama, zeigt in Ihrem Artikel „Verqualmter Blick“ deutlich die Verknüpfungen Scherers mit der Tabakindustrie auf, insbesondere dem früheren VdC. Dadurch gewinnt die Aussage des so genannten Experten eine ganz andere Wendung, selbst das Gericht, dass sonst viele Fragen stellte, ließ den Toxikologen ohne Nachfrage gehen.

Anmerkung: Der Artikel ist ein Beispiel journalistischen Könnens und Neutralität.


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