Tabakblog

Informationen über Tabakkonsum und Passivrauchen.

06 Jun

Keine Macht dem Schwarzrauchen…


…, dass denken sich Phillip Morris und der Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels e.V. (BTWE). Aufgrund der Gefahren, die vom Schwarzhandel für deren Gewinne ausgehen, wurde eine groß angelegte Plakat-Kampagne zur Bekämpfung des Schmuggels und Konsums von illegalen Tabakwaren angesetzt. Motto der Kommunikationskampagne lautet: „Schwarzrauchen – eine miese Nummer“.

Der Tabak-Einzelhandel will den „illegalen“ Rauchern mit 2000 Citylight-Plakaten in den kommenden Wochen bundesweit das Gewissen schärfen und ihnen gleichzeitig die Lust an geschmuggelten Zigaretten und vor allem Marken-Plagiaten vermiesen. „Die Kampagne will Verbraucher ansprechen und sensibilisieren. Denn wie sich der illegale Zigarettenhandel entwickelt, bestimmt nicht zuletzt der Verbraucher“, erläutert Jacek Olczak, Vorsitzender der Geschäftsführung der Philip Morris GmbH, bei der Präsentation der Kampagne.

Anmerkung: An sich geht es dem Verband als auch Phillip Morris mit der Informationskampagne darum mehr rauchende Kunden an sich zu binden – weniger um die Arbeitsplätze oder den Staat. Nur ein legal rauchender Kunde bringt auch Gewinn und Gewinn ermöglicht Werbung, Verbreitung des Habitus und Entwicklung von neuen giftigen und leichter zur Sucht führenden Tabakprodukten.

Diese Kampagne ist nichts anderes als Angstmacherei – natürlich haben die Menschen Angst, dass es immer weniger Arbeitsplätze gibt und daher wird bewusst diese Angst geschürt, denn solche Argumente versteht der unbescholtene und meist uninformierte Bürger. Die Zahlenjongliererei bringt in meinen Augen nichts, da es sich nur um statistische Schätzungen handelt.

Tipp:

Wer mehr über Tabakschmuggel erfahren will, kann gerne auf den Seiten von Pro Rauchfrei das Verbandsmagazin „rauchfrei aktuell“ erwerben, dort gibt es einen Artikel zu diesem Thema.

Zudem bietet das Aktionsbündnis Nichtrauchen eine umfassende Broschüre zur Information zum Thema Tabakschmuggel an: „Die Bekämpfung des Zigarettenschmuggels: Ein Problem für die Gesundheitspolitik„. (Es öffnet sich ein pdf-Dokument)

Auch das DKFZ hat eine Handlungsempfehlung bezüglich des drastischen Schmuggels von Tabakwaren herausgegeben: „Bekämpfung des illegalen Handels mit Tabakprodukten“ (Es öffnet sich ein pdf-Dokument)

Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention in der Schweiz hat andere Ursachen als die Tabakindustrie sie gerne sehen möchte für den Tabakschmuggel aufgestellt.

Quelle: Presseportal, BTWE, W&V


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