Heute: Welt-Nichtrauchertag
on Mai 31, 2008
Aktuelle Meldungen:
Bätzing konstatiert: „Ich freue mich, dass die gesetzlichen Regelungen zum Nichtrauchen nach neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes nicht zu einer wirtschaftlichen Belastung für die Wirte werden, sondern in der Gastronomie eher zu einer positiven Umsatzentwicklung beitragen. Dies wird bei der anstehenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtmäßigkeit der Nichtraucherschutzgesetze über Nachteile von Einraum-Kneipen Berücksichtigung finden“, so Bätzing.
Marburger Bund fordert bundeseinheitlichen Schutz: „Als Arzt sehe ich die unterschiedlichen Regelungen der Bundesländer mit großer Skepsis, denn Gesundheitsschutz muss sich am Menschen und nicht an Landesgrenzen orientieren“, erklärte der 1. Vorsitzende des MB, Rudolf Henke.
Die Österreichische Gesundheitsministerin Kdolsky zum WNT: „Der Schutz der NichtraucherInnen vor Passivrauchen hat oberste Priorität und stellt eine wichtige Säule in der Gesundheitsförderung dar“, so Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky anlässlich des Weltnichtrauchertages. „Wir werden daher weiter die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung vorantreiben und Überzeugungsarbeit bei den Jugendlichen leisten“, so Kdolsky weiter.
Die Grünen in Hessen indes freuen sich: „In Deutschland sind nach wie vor mehr als 18 Prozent der Jugendlichen Raucher, während der europäische Durchschnitt bei 10 Prozent liegt. Erfreulicherweise ist der Trend jedoch rückläufig – 2001 lag der Anteil der Raucher bei den Jugendlichen noch bei 28 Prozent. Dieser Erfolg ist auf vielfältige Angebote der Gesundheitsförderung sowie den zunehmend und konsequenten Nichtraucherschutz zurückzuführen“, freut sich die gesundheitspolitische Sprecherin der GRÜNEN, Kordula Schulz-Asche.
Michael Hubert von der Ärzte Zeitung fordert: Weg mit den Lücken im Nichtraucherschutz!
Auch Pharmakonzerne wie Novartis nutzen den Welt-Nichtrauchertag, um Ihre Entzugspräparate an den Mann respektive an die Frau zu bringen. Schöne Fakten: 8,4 Millionen Kinder, also fast jedes zweite Kind in Deutschland, wächst in einem Haushalt mit mindestens einem Raucher auf. Tabakrauch ist ein Giftcocktail aus über 4800 Substanzen. Untersuchungen von Raucherwohnungen zeigten sogar eine höhere Feinstaubbelastung als im Straßenverkehr. Nach Schätzungen der WHO könnten in Europa nahezu eine halbe Million Atemwegserkrankungen pro Jahr vermieden werden, würden Kinder rauchfrei aufwachsen.
Was Novartis damit sagen will, ist, dass Eltern mit dem Rauchen aufhören sollen, um ihre Kinder zu schützen und gute Vorbilder zu sein. Im gleichen Tenor spricht auch GlaxoSmithKline weiter: Die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche zur Rauchern werden, sinkt stark, wenn Eltern aufhören zu rauchen. „Indem Eltern das Rauchen aufgeben, können sie einen grossen Beitrag zur Durchbrechung des Teufelskreises leisten, bei dem die Sucht von Generation zu Generation weitergegeben wird“, so Dr. Howard Marsh, Medizinischer Direktor, GlaxoSmithKline Consumer Healthcare.
Mit MyHammer zu einer rauchfreien Wohnung: Wer also endlich Nichtraucher geworden ist, will schließlich mit den alten Gewohnheiten nichts mehr zu tun haben, darum muss die Wohnung auch wieder aufgefrischt werden, und das im wahrsten Sinne das Wortes – Tipps erhalten Ex-Raucher bei MyHammer.de
Die ARAG Versicherung, ermittelte in ihrem regelmäßig erscheinenden Trend (pdf wird geöffnet), dass 78,6 Prozent der Bürger glauben, dass die Maßnahmen zum Schutz vor dem Passivrauchen Wirkung zeigen werden. Der Grund ist nahe liegend: Nach dem letzten Mikrozensus Rauchen (2005) gelten ca. 73 Prozent der Deutschen als Nichtraucher – 27 Prozent als aktive Raucher. Diese Zwei-Drittel‑ zu Ein-Drittel-Aufteilung entspricht dem Ergebnis des aktuellen ARAG Deutschlandtrends.
Herr Hoppe von der Bundesärztekammer ist der Meinung, dass bereits einiges geschafft wurde, es dennoch weiterer Maßnahmen bedürfe Jugendliche vom Rauchen abzuhalten, denn das Motto lautet: Nichtrauchen ist cool! Hierzu der Ärztepräsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe: „Wirklich besorgniserregend ist die hohe Zahl von rauchenden Jugendlichen in Deutschland. Deshalb muss den jungen Menschen noch stärker als bisher vermittelt werden, dass Rauchen unweigerlich krank macht. Die Botschaft muss lauten: Nichtrauchen ist cool!“
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