Tabakblog

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24 Mai

Vorbildwirkung: Nichtrauchen ein soziologischer Effekt


In den letzten 30 Jahren nahm die Zahl der Raucher in den USA, dank der immer größeren Bemühungen des öffentlichen Gesundheitswesens, kontinuierlich ab. Unbestreitbar dessen, ist, dennoch der Zusammenhang zwischen sozialen und kulturellen Kräften, die Menschen dazu bringen mit dem Rauchen aufzuhören weithin unbekannt. Viele nehmen daher an, dass es sich um eine heldenhafte und individuelle Entscheidung handele, die letzte Packung Zigaretten in die Tonne zu werfen.

Treffen Raucher die Entscheidung mit dem Rauchen auf zu hören, besteht eine größere Chance erfolgreich zu sein, wenn sie nicht alleine sind. Stattdessen entwickelt sich eine solche Entscheidung vermehrt in einem sozialen Netzwerk, darin involviert sind komplette Bezugsgruppen von Ehegatten, Freunden, Geschwistern und Arbeitskollegen. Mit der Gewohnheit zu brechen passiert daher meist zusammen und gruppenabhängig.

Herausgefunden haben das Dr. Nicholas Christakis (Mediziner und Soziologe), Mitglied der Harvard Medical School, und James Fowler, Professor an der University of California in San Diego in einer Langzeitstudie. Die Studie erstreckte sich über einen Zeitraum von über 30 Jahren. Dabei verfolgten sie tausende von Rauchern und Nichtrauchern von 1971 – 2003 und studierten die Gruppenzusammenhänge zwischen Verwandten, Kollegen, Nachbarn, Freunden und Freunden von Freunden. Während der Studie kristallisierte sich heraus, dass die Rauchentwöhnung vornehmlich in Netzwerkgruppen stattfindet und es sich weniger um eine Einzelentscheidung handelte, wie viele ehemalige Raucher annehmen.

Die Forscher zu Ihrer Studie: „Wir fanden heraus, dass, wenn man soziale Gruppen analysiert, tatsächlich komplette Menschentrauben, die sich vermutlich nicht mal kennen, alle gemeinsam mit dem Rauchen aufhören,“ sagt Nikolas Christakis, der gemeinsam mit dem Forscher James Fowler die Studie erstellte. „Demnach passiert folgendes: Ändert sich der Zeitgeist des sozialen Netzwerks, wie beispielsweise kulturübergreifende Veränderungen, hat das einen signifikanten Einfluss auf die ganze Gruppe, die miteinander interagiert, aber sich nicht unbedingt kennen muss, so dass letztendlich alle gemeinsam aufhören.“

Quellen: aerzteblatt.de, scienceticker.de, eurekalert.org, ucsdnews.ucsd.edu, eurekalert.org2, new england journal of medicine, nytimes.com, harvard-blog, firstscience.com, wtopnews.com, sciencedaily.com, salon.com, spiegel.de, aerztezeitung.de, focus.de, sueddeutsche.de


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