Mehr Prävention in der Schweiz
on April 3, 2008
Schweizer Kantone wie Solothurn und St. Gallen sagen «ja» zur Tabakprävention und unterstützen damit das neue Programm des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Das Nationale Programm Tabak 2008–2012 versteht sich als Nachfolgeprogramm des Nationalen Programms zur Tabakprävention 2001–2008 und basiert auf den damit gemachten Erfahrungen.
Mit dem Programm 2008 – 2012 sollen die tabakbedingten Todes‑ und Krankheitsfälle in der Schweiz reduziert werden. Das Nationale Programm Tabak bezweckt, den Anteil der rauchenden Wohnbevölkerung sowie den Anteil der Rauchenden in der Altersgruppe 14‑ bis 19-Jährige um 20 % zu senken. Zudem soll der Anteil der Personen, die wöchentlich sieben oder mehr Stunden Tabakrauch anderer Personen (Passivrauchen) ausgesetzt sind, um 80 % reduziert werden.
Nach Ansicht der St. Gallener Regierung ist Tabakkonsum nach wie vor eines der grössten Gesundheitsrisiken und daher bestehe nach wie vor ein hoher Handlungsbedarf. Demnach stelle der Schutz vor Passivrauchen aufgrund der nachweislich schädlichen Wirkung eine zusätzliche Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar.
Laut des Programms sei der volkswirtschaftliche Aspekt nicht zu verachten, da «der Tabakkonsum die schweizerische Volkswirtschaft mit Kosten von rund 10 Mio. Franken pro Jahr belastet, davon werden 1,2 Mio. für medizinische Behandlungen, 3,8 Mio. für Arbeitsausfall, Invaliditätskosten und Ähnliches verwendet. Der Verlust an Lebensqualität wird auf 5 Mio. Franken geschätzt. Die Einnahmen aus der Tabaksteuer zur Finanzierung der Renten betragen jährlich knapp über 2 Mio. Franken.» Damit entstehe wiederkehrend ein Minus von 8 Mio. Franken pro Jahr.
Quellen: Kanton St. Gallen, Kanton Solothurn, Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Medienberichte: Stadt24.ch, Volksblatt (Liechtenstein)
Nationale Programm Tabak 2008 – 2012 (Kurzfassung/pdf)
Leave your comment