Wissenschaftler machen Folgen des Passivrauchens mit Tomograf sichtbar

on Dezember 11, 2007

Erstmals ist es Forschern gelungen, mittels Magnetresonanztomografie die Ausbreitung von Helium in Raucher‑ und Nichtraucherlungen zu analysieren. So konnten sie sehen, welche Schäden an den feinen Lungengefäßen verursacht werden. Die Wissenschaftler um Chengbo Wang vom Children’s Hospital of Philadelphia konnten bei Menschen, die dem Passivrauch ausgesetzt waren, irreparable Schäden an den Lungenbläschen sowie chronische Bronchitis nachweisen.

Um die Verästelungen der Lungengefäße sichtbar zu machen, atmeten die Teilnehmer das ungiftige Gas Helium ein. Bei den Personen handelte es sich um Raucher sowie Nichtraucher, von denen die Hälfte allerdings häufig Passivrauchen musste. Anschließend wurden Aufnahmen des Brustkorbs geschossen. Auf den Bildern war das Kontrastmittel Helium sichtbar, so dass die Forscher dessen Bewegungsgeschwindigkeit und den Zustand des Gewebes überprüfen konnten.

Bei 57 Prozent der Raucher und 33 Prozent der Personen, die häufig Passivrauchen mussten, gelang das Gas deutlich schneller durch die Lungenbläschen und –gefäße als bei Nichtrauchern. Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass das Gewebe bereits beschädigt war und evtl. ein Lungenemphysem entwickelte. Bei vielen Passivrauchern konnte auch der umgekehrte Effekt beobachten werden: Verglichen mit anderen Nichtrauchern verbreitete sich das Helium deutlich langsamer, was Anzeichen für die Entwicklung eines Lungenproblems wie Asthma oder chronischer Bronchitis sein können.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

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