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22 Sep

Schottland: Anzahl der Herzinfarkte sinkt nach Rauchverbot um 17 Prozent


Seit Einführung eines Rauchverbots in der Öffentlichkeit im April 2007 hat die Anzahl der Herzinfarkte in Schottland um 17 Prozent abgenommen. Wissenschaftler der Universität Glasgow haben nun nachgerechnet, dass in den zehn Monaten vor dem Rauchverbot 3235 Menschen mit Herzinfarkt in die Herzkliniken des Landes eingeliefert wurden, im gleichen Zeitraum nach Einführung des Rauchverbots 2684 Personen.

„Der Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Herzinfarkt ist inzwischen hervorragend belegt.“, so Tobias Raupach, wissenschaftlicher Leiter der Raucherentwöhnungsambulanz der Universitätsklinik Göttingen. Während die Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs zu erkranken mit der Anzahl der gerauchten Zigaretten steigt, besteht bei einem rauchbedingten Infarkt diese lineare Dosis-Wirkung-Beziehung nicht. Der Wissenschaftler warnt: „Eine sehr geringe Menge von Toxinen kann bereits großen Schaden anrichten.“. Die Lunge reagiere auf den Rauch, die Blutplättchen würden klebrig. Für Menschen, die einem Herzinfarkt bereits nahe seien, könne dies tödlich enden.

275 000 Deutsche sind jährlich von einem Herzinfarkt betroffen, 150 000 Menschen sterben daran. Der Spiegel rechnet: „Wenn deutsche Herzen auf Zigarettenrauch ebenso reagieren wie schottische, dann müsste das Rauchverbot, sobald es bundesweit im Januar 2008 in Kraft tritt, auf einen Schlag bis zu 47.000 Herzinfarkte vermeiden helfen.“

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