Rauchen erhöht Parodontitisrisiko
Anlässlich des heutigen Weltnichtrauchertages weist der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Jürgen Fedderwitz, daruf hin, dass das Risiko, an einer schweren Parodontitis zu erkranken, bei Rauchern deutlich höher ist als bei Nichtrauchern. Mindestens jeder vierte Raucher ist betroffen. Zudem erkranken Raucher eher an Mundhöhlenkrebs.
Die Ergebnisse der akutellen Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS Ⅳ) des Institutes der Deutschen Zahnärzte zeigen, dass 27,1 Prozent der 35‑ bis 44-jährigen Raucher an einer schweren Parodontitis leiden. Rauchen ist der größte Risikofaktor für den Ausbruch der Krankheit. Auch verschlechtert das Rauchen die Durchblutung im Mundraum, was zu schwerwiegenden Zahnfleischerkrankungen führen kann. Das Zahnfleisch wird anfälliger für chronische Entzündungen, welche den Kieferknochen schädigen und so früher oder später zu Zahnverlust führen können. Die Zahlen des Krebsregisters belegen zudem, dass Raucher bis zu sechsmal häufiger an Tumoren im Mund‑ und Rachenraum erkranken als nichtrauchende Personen.
US-amerikanische Studien jüngster Zeit weisen darauf hin, dass auch das Passivrauchen einen Verlust von Kieferknochenmaße zur Folge haben kann.
Quelle: KZBV
