Baden-württembergische CDU und FDP verhindern Rauchverbot an Schulen

on März 15, 2007

In Baden-Württemberg haben CDU und FDP einen Gesetzentwurf der SPD verhindert, der ein sofortiges und umfassendes Rauchverbot an Schulen vorsah.
Ziel der SPD war es, das Schulgesetz zu ändern und ein generelles Rauchverbot ohne Ausnahmeregelungen einzuführen. Die Grünen stimmten für den Gesetzentwurf. CDU und FDP ließen den Entwurf durchfallen und verwiesen auf das Rauchverbot, das ab August in allen öffentlichen Gebäuden des Landes gelten soll. Die Schulkonferenz kann allerdings nach Inkrafttreten des Rauchverbotes über Raucherecken auf dem Schulgelände weiterhin selbst entscheiden.

Quelle: SWR.de

2 comments

CDU und FDP behalten in dieser Frage ein Augenmaß über das Machbare. Das Ziel Nichtraucher zu bleiben muss aktiv in der Pädagogik unterstützt werden. Es braucht einen langen Atem, dies für den Bereich des Nichtrauchens zu erreichen. Einschränkungen zum Rauchen gerade in den Schulen sind ganz wichtig, Verbote sind kontraproduktiv.Wer offen und ehrlich zu sich selbst von uns Erwachsenen an seine Jugendzeit sich erinnert weiß dies, wer als Pädagoge arbeitet weiß dies auch. In den letzten Monaten ist fast so etwas wie eine Hetzjagd gegen die Raucher entstanden.Ist Rauchen wirklich das Übel unseres Daseins? Werden wir als Nichtrauchernation wirklich alle viel älter? Bedroht unsere Existenz ausschließlich die Frage ob wir rauchen? Rauchen ist schädlich, das beweisen unzählige Untersuchungen. Doch die Politik und die sie vertretenden Poiltiker lenken mit dieser Thematik doch nur von viel gravierenderen Problemen der Existenz ab. Seit wann geht es darum, alles zu tun, um uns Menschen eines Staates oder des Erdballs wirklich zu schützen? 14000 Suizide pro Jahr in Deutschland, 17000 Todesopfer aufgrund von medizinischen Fehlern, die Liste ist grauenvoll fortzusetzen.
Wir haben ein globales Problem für unsere Existenz, CO2, aber daran will kein Politiker. Die 30 % Raucher in Deutschland bedrohen also die Existenz und die Gesundheit der anderen 70 %? Wir kannten dieses Muster schon aus dem 3. Reich: Ablenkung, Schuldzuweisung und Sündenbockfunktion. Bei der Mehrheit kommt dies immer gut an.
Ich bin Raucher, 54 Jahre und sterbe 10 Jahre früher .Ich erspare meiner Krankenversicherung viel Geld. Meine Umgebung wird der frühere Tod weh tun.Seit wann interessiert sich die Politik für mich?
Rauchen ist ungesund, Arbeitslosigkeit ist auch ungesund, Co2 ist ungesund, Krieg führen ist ungesund, Fettleibigkeit ist ungesund,…. und jeder darf hier die Liste fortführen.
Reaktionen sind erwünscht , deshalb meine emauil:
high.detlef@web.de

by Regenbogen on 25. April 2007 at 00:49. #

Einschränkungen zum Rauchen gerade in den Schulen sind ganz wichtig, Verbote sind kontraproduktiv.

Rauchverbote an Schulen sind alles andere als kontraproduktiv. Denn wenn auf dem Schulgelände nicht mehr geraucht werden darf, bietet sich eine Möglichkeit weniger, überhaupt mit der Droge Nikotin in Kontakt zu kommen. Gerade an Schulen, wo auf Grund des Alters Gruppenzwang definitiv ein Problem ist, kann so der Erstkontakt mit Nikotin in ein Alter verschoben werden, in dem die Heranwachsenden reifer und selbstbewusster sind. Zum anderen nimmt das Rauchverbot die heute noch in den Köpfen vieler Menschen verwurzelte Normalität des Tabakrauchens. Ganz davon abgesehen ist es auch nicht erlaubt, andere Drogen wie Alkohol auf dem Schulgelände zu konsumieren. Weshalb sollte für Tabak eine Ausnahme gemacht werden?

In den letzten Monaten ist fast so etwas wie eine Hetzjagd gegen die Raucher entstanden.

Das scheinst du falsch verstanden zu haben. Niemand will Raucher verbieten. Es soll lediglich das Rauchen an den Orten eingeschränkt werden, wo andere davon gesundheitlich beeinträchtigt und belästigt werden.

Ich bin Raucher, 54 Jahre und sterbe 10 Jahre früher .Ich erspare meiner Krankenversicherung viel Geld.

Du irrst. Nichtraucher zahlen für deine Drogensucht mit.

by Asklepios on 29. April 2007 at 13:56. #

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