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18 Feb

Gesundheitsgefahren durch Passivrauchen in Diskotheken


Dem Boulevardblatt BILD am SONNTAG liegt das Ergebnis einer neuen Studie des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vor. Demnach ist in vielen Diskotheken die Luft durch Tabakrauch so stark verunreinigt, dass Besuchern und Mitarbeitern Gesundheitsgefahren drohen. Sie haben ein erhöhtes Risiko für Krebs, Atemwegs‑ und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wissenschaftler maßen in Diskotheken Feinstaubwerte von über 1000 Mikrogramm je Kubikmeter Luft. In Restaurants (200 Mikrogramm) und Kneipen (220 Mikrogramm) wurden ebenfalls stark erhöhte Werte festgestellt. Werden im Freien Konzentrationen von 50 Mikrogramm dauerhaft überschritten, so sind die Kommunen verpflichtet, einen Luftreinhaltungsplan vorzulegen, der beispielsweise LKW-Fahrverbote beinhalten kann.

Martina Pötschke-Langer, Expertin des Deutschen Krebsforschungszentrums, wies darauf hin, dass Mitarbeiter von Diskotheken eigentlich Gasmaske und Schutzanzug tragen müssten. Menschen mit empfindlichen Atemwegen können schon bei einem einmaligen Discobesuch an einer Bronchitis erkranken.

Die Studie bestätigt Ergebnisse früherer Studien. So kam beispielsweise die Studie Environmental tobacco smoke exposure in public places of European cities zu dem Schluss, dass ein vierstündiger Aufenthalt in einer Diskothek bezogen auf die ETS-Konzentrationen einem einmonatigem Zusammenleben mit einem Raucher entspricht. (Siehe Grünbuch zum Tabakkonsum)

Quelle: Bild.de


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