Rauchen verlängert Heilung von Knochen‑ und Bänderverletzungen
Raucher haben häufiger Hüftfrakturen und Knocheninfektionen sowie Probleme bei der Wund‑ und Frakturheilung, so das Ergebnis zweier Studien der Washington University School of Medicine in St. Louis.
Die Forscher analysierten in einer ersten Studie die Effekte des Rauchens an Mäusen und unterteilten diese in zwei Gruppen. Die Mäuse der Fallgruppe waren für die Dauer eines Monats sechs Tage pro Woche Zigarettenrauch ausgesetzt. Die Forscher fügten den Mäusen auf chirurgischem Wege einfache Knochenbrüche zu. Es stellte sich heraus, dass die Frakturen der Mäuse der Kontrollgruppe schneller heilten. Mäuse, die den Tabakrauch einatmen mussten, bildeten wesentlich später reife Knorpelzellen aus.
In der zweiten Studie untersuchten die Wissenschaftler Verletzungen des Bänderapparats. Der Forschungsablauf verlief dabei ähnlich wie in der ersten Studie. Es stellte sich heraus, dass die Zellen im Wundgebiet langsamer regenerierten.
Die Wissenschaftler vermuten, dass bei dem Tabakrauch ausgesetzten Mäuse der Heilungsprozess länger dauere, da sich Zellen im Wundgebiet weniger leicht rekrutieren.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt
