Wissenschaftler warnen vor den Gefahren des Passivrauchens
Bereits mitte September veröffentlichten Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg eine Studie, in der auf die Risiken des Passivrauchen hingewiesen wird.
Die Wissenschaftler hatten an verschiedenen Plätzen in Deutschland die Zahl der lungengängigen Partikel in der Luft gemessen. Dabei stellte sich heraus, dass die Tabakrauchbelastung vor allem in Diskotheken, Gastronomieunternehmen und Fernreisezügen das Tragen von Atemschutzmasken erfordere.
Die Feinstaubbelastung in verqualmten Gastronomiebetrieben lag mit 200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft 8-mal höher als in rauchfreien Räumen. In Diskotheken war der Wert mit 600 Mikrogramm sogar 24-mal höher. Raucherabteile und Bistros in Fernreisezügen wiesen ähnliche hohe Werte auf wie verrauchte Restaurants. Selbst die Nichtraucherbereiche der Bahn sind laut der Studie enorm belastet, da der Qualm aus den Raucherabteilen herüberzieht.
Weiter thematisierte die Studie die wirtschaftlichen Folgen eines Rauchverbots in der Gastronomiebranche anderer europäischer Länder. In Irland gibt es seit dem 29. März 2004 ein vollständiges Rauchverbot in der Gastronomiebranche. Dieses wird von fast allen Iren positiv bewertet und führte entgegen den Vermutungen von Kritikern nicht zu Umsatzeinbußen in Restaurants, Bars und Pubs.
Quellen: Tabakrauchbelastungen in deutschen Gastronomiebetrieben und in Fernreisezügen (PDF, 978 kb, tabakkontrolle.de), Stabile Umsätze und gesicherte Arbeitsplätze nach Einführung der rauchfreien Gastronomie (PDF, 950 kb, tabakkontrolle.de), SPIEGEL ONLINE

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