USA: Jährlich sterben 50 000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens

on Juni 29, 2006

Dem in Washington vorgestellten Bericht des Leiters des United States Public Health Service ist zu entnehmen, dass allein in den USA jedes Jahr 50 000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens sterben.

Dem Bericht nach haben Passivraucher ein bis zu 30 Prozent höheres Risiko, Herzerkrankungen und Lungenkrebs zu bekommen. Bei Kindern erhöhe Passivrauchen das Risiko des plötzlichen Kindstods, Atemwegsinfektionen, Ohrproblemen und Asthma. Bei Kindern, deren Eltern rauchen, wüchsen auch die Lungen langsamer.

Obwohl einige Bundesstaaten strenge Tabakgesetze haben, ist jeder zweite US-amerikanische Nichtraucher der Untersuchung zufolge regelmäßig dem Tabakrauch ausgesetzt. Selbst Menschen, die nur kurze Zeit Tabakrauch inhalierten, müssten mit nachteiligen Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem und einem höheren Krebsrisiko rechnen. Weiter hieß es, modernste Belüftungsanlagen könnten die Gefahr des Passivrauchens nicht vollständig verhindern.

Die Gesundheitsbehörden schätzen, dass von den 50 000 Passivrauchtoten etwa 3 400 Nichtraucher an Lungenkrebs und 46 000 an verschiedenen anderen Krankheiten sterben. Des Weiteren stehe Tabakrauch mit 430 Fällen plötzlichen Kindstods in Verbindung.

Ein Rauchverbot in Innenräumen sei die einzige Möglichkeit, Nichtraucher zu schützen, so das Fazit des Berichts.

Quelle: Handelsblatt

Leave your comment

Not published.

If you have one.