31 Aug
Forscher der Universitäten von Montreal und Toronto haben in Untersuchungen festgestellt, dass rauchende Teenager vermehrt an Depressionen leiden. Kurzfristig heitert das Rauchen von Zigaretten die Stimmung zwar auf, langfristig kam es zu einer Zunahme depressiver Symptomen.
Via: pressetext.austria
28 Aug
Wissenschaftler der University of North Carolina haben 337 Frauen zu ihren Rauchgewohnheiten befragt und die Ergebnisse anschließend mit Stuhluntersuchungen ihrer Kinder verglichen. Dabei fanden sie heraus, dass die Konzentration von Nikotin und seinen Abbauprodukten im Mekonium der Kleinkindern bei Müttern besonders hoch war, die während der Schwangerschaft geraucht hatten. Auch bei Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft passivrauchen mussten, wurden erhöhte Werte nachgewiesen werden. Hohe Konzentrationen der giftigen Stoffe wiesen insbesondere diejenigen Embryonen auf, die in der späten Schwangerschaftsphase dem Tabakrauch ausgesetzt waren.
Via: FOCUS Online
24 Aug
Viele Menschen sind nach wie vor der Ansicht, keine gesundheitlichen Risiken auf sich zu nehmen, wenn sie nur gelegentlich rauchen. Lungen‑ und Genexperten des Weill-Cornell-Medizinzentrums in New York haben in einer Studie nachgewiesen, dass selbst winzigste Mengen Tabakqualm die Funktion bestimmter Gene in Lungenzellen beeinflussen und somit auch Gelegenheitsraucher das Risiko großer gesundheitlicher Schäden eingehen. In Untersuchungen an Nichtrauchern, aktiven Rauchern und Gelegenheitsrauchern konnten sie feststellen, dass bei allen Personen, die auf irgendeine Art Tabakrauch ausgesetzt waren, eine höhere und häufigere Aktivität einzelner Gene vorzufinden war. Selbst bei Passivrauchern reagierten die Zellen der Atemwege.
Via: FOCUS Online
Auch andere Studien weisen darauf hin, dass das Rauchen weniger Zigaretten enorme Gesundheitsrisiken birgt.
09 Aug
Der deutsche Hotel‑ und Gaststättenverband (DEHOGA) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) lehnen die von Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Barbara Steffens geforderten Verschärfungen des Rauchverbots ab. Steffens will gegen Missbrauch des Gesetzes vorgehen und das Rauchverbot in Eiscafés und Bäckereien besser kontrollieren.
Via: T-Online
06 Aug
Rechtsanwälte um den Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur e. Ⅴ. (VEBWK) haben im Auftrag einiger Shisha-Bar-Betreiber vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof eine Popularklage eingereicht und beantragt, das mit dem Volksentscheid verschärfte Gesetz zum Schutz der Gesundheit für nichtig zu erklären. Der Hintergrund der Klage ist klar: Die Wirte wollen eine Wasserpfeife auf die Fensterbank stellen und damit das Gesetz zum Schutz der Gesundheit aushebeln.
Begründet wird die Klage damit, dass es nach einer Stellungnahme des Bundesinstitutes für Risikobewertung keine wissenschaftlichen Feststellungen gesundheitlicher Gefahren gibt, die von passiv eingeatmetem Wasserpfeifendampf ausgehen. In der gleichen Stellungnahme steht allerdings auch, dass „einige Indizien dafür [sprächen], dass die Verwendung der Wasserpfeife kaum weniger gefährlich ist als der Konsum von Zigaretten“.
Ein paar interessante Details:
- Spricht das Bündnins Bayern sagt Nein auf Facebook noch von „Shisha-Bars„, sind es nun plötzlich „Shisha-Cafés“. Möglicherweise soll damit soll suggeriert werdt, dass dort kein Alkohol getrunken wird und Sisha-Bars daher nicht mit konventionellen Kneipen vergleichbar sind
- Obwohl Shisha-Bars kaum der Bayerischen Wirtshauskultur zugeordnet werden können, ist der Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur e. Ⅴ. Koordinator der Klage
- In der Klage wird argumentiert, dass „die Gäste [Sisha-Bars] allein zu dem Zweck aufsuchen, eine Wasserpfeife zu rauchen“. Das allerdings ist auch mit dem bestehenden Gesetz möglich, solange keine Getränke und Speisen verkauft werden
- Die Anwalts‑ und Prozesskosten, laut einem Merkur-Artikel mehrere 10 000 Euro, zahlt der VEBWK
04 Aug
Das seit dem 1. August 2010 in der bayerischen Gastronomie geltende Rauchverbot ohne Ausnahmen ist nicht verfassungswidrig. Ein entsprechendes Urteil hat das Bundesverfassungsgericht an 2. August 2010 gefällt. Ein Rauchverbot ohne Ausnahmen beschneidet weder Raucher noch Gastwirte in ihren Grundrechten. Als Begründung wurde auf ein Urteil vom Juli 2008 verwiesen, wonach das Grundgesetz den Gesetzgeber nicht hindert, dem Gesundheitsschutz gegenüber den damit beeinträchtigten Freiheitsrechten, „insbesondere der Berufsfreiheit der Gastwirte und der Verhaltensfreiheit der Raucher, den Vorrang einzuräumen und ein striktes Rauchverbot in Gaststätten zu verhängen“. Wenn sich der Gesetzgeber wegen des Gesundheitsschutzes für ein Rauchverbot in allen Gaststätten entscheidet, muss er dem Gericht zufolge keine Ausnahmen zulassen. Eine drohende wirtschaftliche Gefährdung von Inhabern kleiner Einraumgaststätten ändert daran nichts.
Via: AFP
03 Aug
Leider halten einige Wirte das Rauchverbot in der Gastronomie nicht ein. Da wir immer mehr Anfragen bekommen, wie und wo Verstöße gegen das Rauchverbot gemeldet werden können, zeigen wir hier ein paar Möglichkeiten auf.
- Eine schnelle, wenn auch leider wenig aussichtsreiche Lösung: Den Raucher, der das Gesundheitsschutzgesetz missachtet, ansprechen und bitten, das Rauchverbot einzuhalten. Leider ignorieren viele Raucher eine solche Bitte oder werden gar ausfallend
- Auch das Personal oder Securities können auf Verstöße des Nichtraucherschutzgesetzes aufmerksam gemacht werden. Leider helfen erfahrungsgemäß auch Beschwerden beim Personal oft nicht weiter
- Der Verein Pro Rauchfrei bietet ein Beschwerdeformular, mit welchem Missachtung der Nichtraucherschutzgesetze gemeldet werden können. Zum Beschwerdeformular
- Für die Einhaltung des Rauchverbots sind die Kreisverwaltungsbehörden (Landratsämter, Kreisverwaltungen, Kreishäuser) zuständig. Oft übernehmen deren Ordnungsämter die Einhaltung der Nichtraucherschutzgesetze. Bei den Kreisverwaltungsbehörden kann man sich telefonisch, per E-Mail oder klassisch mit einem Brief beschweren.
E-Mail-Adressen einiger Kreisverwaltungsbehörden:
Weitere Kontaktadressen und Telefonnummern von Kreisverwaltungsbehörden bitte als Kommentar oder in einer E-Mail ergänzen, sodass wir diesen Artikel verbessern können.
03 Aug
Nicht nur in Bayern, auch in Nordrhein Westfalen funktioniert das Nichtraucherschutzgesetz nicht. Nordrhein Westfalens Gesundheitsministerin Barbara Steffens will nun gegen Missbrauch des Gesetzes vorgehen und das Rauchverbot in Eiscafés und Bäckereien besser kontrollieren. Auch auf Kinderschützenfesten und im Kinderkarneval sowie in Schulräumen, die Vereinen zur Verfügung gestellt werden, und in denen Kinder am nächsten Morgen im kalten Rauch vom Vorabend lernen müssen, soll ein generelles Rauchverbot gelten.
Via: WDR.de
28 Jul
Die Vollzugshinweise zum Gesundheitsschutzgesetz in Bayern nach dem Volksentscheid am 4. Juli 2010 wurden veröffentlicht. Darin wurden Ausnahmeregelungen für „echte geschlossene Gesellschaften“ geschaffen. Demnach soll das Rauchen beispielsweise auf Hochzeiten, Geburtstagen oder Taufen wieder erlaubt sein:
Nur im Fall einer echten geschlossenen Gesellschaft, die einen abgetrennten Raum oder die gesamte Gaststätte ausschließlich nutzt und bei der die Öffentlichkeit insoweit räumlich ausgeschlossen ist, greift das gesetzliche Rauchverbot in Gaststätten nicht.
Bei echten geschlossenen Gesellschaften ist der Kreis der Teilnehmer in der Regel von vorneherein auf eine meist kleine Zahl feststehender, namentlich geladener Personen begrenzt. Der Zutritt wird grundsätzlich nur diesen, im Vorhinein bestimmten, also nicht beliebig wechselnden Einzelpersonen gewährt. Beispiele sind private Familienfeiern mit persönlicher Einladung, wie Hochzeit, Geburtstag, Taufe oder eine unter solchen engen Voraussetzungen einberufene Vorstandssitzung einer Gesellschaft. Hier werden nur bestimmte Einzelpersonen bewirtet.
Pro Rauchfrei hat dazu bereits einen Kommentar geschrieben, dem nichts mehr hinzuzufügen ist:
Denn was wird jetzt wieder passieren:
wie bereits von einigen Wirten angekündigt, wird jetzt jeder Namenstag, jeder Geburtstag, jede Taufe usw. zur „geschlossenen Gesellschaft“ erklärt werden
die Kontrolle durch Ordnungsämter dürfte sich angesichts der findigen Wirte erneut als schwierig erweisen; das Schlupfloch wird ausgeweitet werden
Festzelt-Wirte werden benachteiligt
erneut wird bei Familienfeiern und Vorstandssitzungen der Gastgeber in die Situation kommen, zwischen Interessen von anwesenden Rauchern und Nichtrauchern zu vermitteln, wobei es in andere Staaten längst auch hier die Norm ist, drinnen nicht zu rauchen
auch Kinder werden wieder bei solchen geschlossenen Veranstaltungen in Gaststätten eingeraucht werden (bei Taufen gar die Allerkleinsten)
die Bedienungen werden erneut gezwungen, giftigen Qualm zu ertragen – denn so eine „echte geschlossene Gesellschaft“ in einer Gaststätte ist eben trotzdem keine reine private Angelegenheit wie zu Hause
am nächsten Tag ist die Gaststätte immer noch eine öffentliche Gaststätte – nur dann mit vergifteten Möbeln und Wänden, aus denen der Gestank wieder austreten und die Gäste in den folgenden Tagen schädigen wird. Eine Tatsache, die längst nachgewiesen ist.
Auch die Nichtraucher-Initiative hat einen Kommentar veröffentlicht.
Wer den Gestank und die Gefährung des Tabakrauchs in Gastronomiebetrieben, die das Rauchverbot missachten, nicht hinnehmen will, hat verschiedene Möglichkeiten, sich zu beschweren..
24 Jul
Deutschlands erster rauchfreier Strand in Göhren auf Rügen kann sich vor Touristen kaum retten. Das Rauchverbot am Strand wurde nach einer Urlauberbefragung eingerichtet; Gäste hatten sich darüber beschwert, dass Raucher ihre Kippen rücksichtslos in den Sand werfen und ihre Kinder diese ausbuddelten.
Neben dem Müllproblem, der Gefährdung für Kleinkinder sind auch die Geruchsbelästigung und mögliche Gesundheitsschädigungen Gründe für ein Rauchverbot am Strand.
Via: Nürnberger Nachrichten